Bilder & Bericht: Exkursion zum Radioteleskop Effelsberg

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Rhein-Selz Exkursion in die Welt der Astronomie

 

                                         Gruppenbild der Exkursionsteilnehmer zum Beginn der Exkursion

 

Pulsare, Supernova und die Milchstrasse, wer einmal einen kurzen Blick in den Weltraum und in die Milchstrasse werfen wollte, war gerade richtig bei der Exkursion der CDU Undenheim zu einem der weltgrößten Radioteleskope nach Effelsberg in der Nordeifel nahe Bad Münstereifel.

 

So konnte der Erste Vorsitzende der CDU, Thomas Zimmerer 39 Teilnehmer aus Undenheim, Köngernheim, Friesenheim, Selzen, Mommenheim und Nierstein zur Expedition in die Welt der Astronomie begrüßen.

 

Viele waren bei der Anfahrt nach Effelsberg schon vom Weiten vom Anblick des Teleskops und dessen Ausmaßen tief beeindruckt.

 

In einem populär-wissenschaftlichen Vortag wurden die Wissensdurstigen im Besucherpavillon in die Welt der Astronomie eingeführt und das Radioteleskop genauer erläutert.

 

Gigantische technische Daten zeichnen das von der MAN und Krupp entwickelte und 1972 in Betrieb genommene Riesenteleskop aus: Voll beweglich, mit einem Durchmesser von 100 m, 3200 t schwer kann dieses riesige Teleskop auf Knopfdruck in 12 Minuten - wie von Geisterhand geführt - vertikal um 360 Grad und in 6 Minuten um fast 90 Grad gekippt werden.

 

Anschließend konnten die Teilnehmer das Teleskop im  vollen Funktionsmodus bestaunen. So wurde zunächst der Steuerraum des Teleskops besichtigt, wo es vom anwesenden Operator detaillierte Erläuterungen über den 24-Stundenbetrieb und die internationale Vernetzung des Forschungsbetriebs gab.

 

Ausgerüstet mit Sicherheitshelmen ging es dann durch den Tunnel an einem riesigen Kabelbaum, dem sog. „Königszapfen“ vorbei an den Fußpunkt des Teleskops selbst und die Teilnehmer konnten hier hautnah die gewaltigen Dimensionen des Teleskops fühlen.

 

Das auf 32 Stahlrädern ruhende Teleskop war während der gesamten Begehung in vollem Messbetrieb und starr auf ein Ziel im Universum ausgerichtet und stand für die staunenden Besucher vermeintlich unbeweglich am Firmament. Tatsächlich war das Teleskop jedoch ständig in Bewegung und kompensierte die Erdbewegung, um das am Himmel stehende Ziel nicht zu verlieren. Die Exkursionsteilnehmer konnten die Erdbewegung aus eigener Anschauung an der ganz geringen Bewegung an den Laufrädern beobachten. 

 

Mit dem Aufzug ging es dann für einen Teil der Gruppe in die schwindelerregende Höhe von 50 Metern hinauf zur Plattform der Elevationsachse, um die sich das Teleskop dreht. Nichts für Menschen mit Höhenangst, ein Fußgitter, ein Geländer und  50 Meter in die Tiefe im freien Fall.

 

Wieder auf der Erde angekommen wurden die Handys gezückt, um das Riesenteleskop noch einmal für die Erinnerung und für die Daheimgebliebenen festzuhalten. Da gerade einmal wieder ein Schaltzeitpunkt erreicht war, wurde der Riesenkoloss quasi als Abschiedsgeschenk  einfach mal so tatsächlich in 6 Minuten um 90 Grad gedreht und hat sich zum Abschied von allen Seiten noch einmal imposant gezeigt.

 

Alle Teilnehmer waren am Schluss schwer beeindruckt von dem, was sie an diesem interessanten Tag in der Eifel gesehen und erlebt hatten. Auf der kurzweiligen 2-stündigen Heimfahrt kündigte Thomas Zimmerer dann auch für das nächste Jahr eine weitere interessante Exkursion, dieses mal in die Welt der Medizintechnik nach Heidelberg an, wo das größte Medizingerät der Welt, ein drehbarer 700t Koloss, in der Heidelberger Ionen Therapie Anlage, die eines der weltweit neuesten und wirksamsten Therapien zur Tumorbestrahlung einsetzt, besichtigt werden soll.

 

https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen.113005.0.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Start mit dem Bus in Undnheim am 24.10.2015 um 8:15 Uhr 

 

Im Teleskopsteuerraum                                                                   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Teleskopsteuerraum

 

 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Teleskop beobachtet ein Objekt im Universum,

und muss die Erdbewegung kompensieren. Wirsehen die Erdbewegung

an den geringen Bewegungen der Laufräder über der Schiene.  

 

 

 

 

Der Aufstieg zum Teleskop. Mit dem Aufzug geht es zum Elevations-

antrieb, eine Gruppe kommt bis zur Elevationsbühne in 50m Höhe.

 

 

 

 

Auf dem Weg zum Elevationsantrieb

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Elevationsantrieb. Hier wird der Reflektor über einen Zahnkranz

gedreht.

 

 

 

 

Im Königszapfen des Teleskopes. Hier werden die Elektrokabel in den drehenden Teil

überführt und hier erfolgt die Übertragung der Horizontalkräfte vom Teleskop ins

Fundament.

 

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