Mainzer Allgemeine Zeitung: CDU will den Bau eines Kunstrasenplatzes vorantreiben.

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Quelle: Mainzer Allgemeine Zeitung, Landskrone

UNDENHEIM - (gak). Für die Undenheimer CDU gehört der Bau eines Kunstrasenplatzes zu den zentralen Aufgaben im neuen Jahr. Parteichef Thomas Zimmerer will deswegen auch den politischen Druck auf Verwaltung und Gemeinderat erhöhen, damit dieses wichtige Projekt endlich in die Tat umgesetzt werde. Denn immerhin habe es bereits 2010 einen Grundsatzbeschluss zur Umwandlung des Fußball-Hartplatzes in einen Kunstrasenplatz gegeben. Der Weg zum neuen Platz von nunmehr schon über vier Jahren sei einfach zu lang, sagt Zimmerer im AZ-Gespräch: „Es müssen nun engagiert Nägel mit Köpfen gemacht werden.“

Realisierung erst 2018?

Im Rahmen der 2010 beantragten Förderung über den „Goldenen Plan“ sei Undenheim zwar mittlerweile in der Prioritätenliste von Rang 14 auf neun vorgerückt, bei gleichbleibender Tendenz könne man aber wohl erst 2018 von einer Realisierung dieses Projektes ausgehen, rechnet Zimmerer vor. Auch wenn mittlerweile über andere Fördertöpfe beim Landkreis und der Verbandsgemeinde gestellt worden seien, blieben viele Fragen offen. Zur konkreten Realisierung des Fußball-Kunstrasenplatzes hatte die CDU durch Gemeinderätin Beate Barniske in der Dezembersitzung verschiedene Anträge eingebracht, die mit dem Hinweis auf die Gemeindeordnung aber allesamt nicht auf die Tagesordnung genommen wurden (die AZ berichtete).

Unter anderem wollten die Christdemokraten die beschlossene Bürgerbefragung zum Sportplatzbau wieder rückgängig machen. Die CDU begründete diesen Antrag wesentlich mit der eingetretenen Zeitverzögerung in der Umsetzung dieses Beschlusses. Außerdem wären ja alle im Rat vertretenen Parteien weiterhin eindeutig für den Fußball-Kunstrasenplatz. Der Grundsatzbeschluss pro Fußball-Kunstrasenplatz aus dem Jahre 2010 sei ohnehin noch gültig, Bodenproben seien bereits genommen, das Planungsbüro Hendel sei mit der Planung beauftragt, Kostenschätzungen seien ebenfalls schon durchgeführt, so die Argumente der Christdemokraten.

Die Schlussfolgerung für Parteichef Zimmerer: „Die Logik einer sinnvollen Durchführung einer Einwohnerbefragung, um ein Stimmungsbild der Bevölkerung als Entscheidungshilfe für den Rat zu erhalten, darf damit infrage gestellt werden und erschließt sich nicht mehr so richtig“. Außerdem koste die Bürgerbefragung Geld.

Standort unklar

Unbeantwortet seien nach wie vor eine Reihe von Anfragen im Zusammenhang mit dem Sportplatzbau, kritisiert Zimmerer die Verwaltung. Dabei ginge es der CDU zum Beispiel um die Klärung des Standortes für den neuen Platz und die sinnvolle Einbindung des Fußballvereines in die Planung und die Unterhaltung des Kunstrasenplatzes. Es sei nämlich noch keineswegs endgültig geklärt, ob sich die derzeitige Spielfläche für die Umwandlung in einen Kunstrasen überhaupt eigne aufgrund einer möglichen starken Beschmutzung durch den vorhandenen großen Baumbestand.

Wie der CDU-Vorsitzende Thomas Zimmerer abschließend ausdrücklich betont, befürwortet die CDU den Neubau des Kunstrasenplatzes, denn ein Hartplatz mit besonderem Verletzungsrisiko sei nicht mehr zeitgemäß. Undenheim sei die letzte Gemeinde in der Verbandsgemeinde ohne Rasenplatz und ziere sich damit in dieser Hinsicht mit der „roten Laterne“.

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